Gemeinsames Magazin soll 2017 kommen
Hauptversammlung thematisiert Fusion der Feuerwehren Stetten und Mühlheim
Die Abteilung Stetten der Freiwilligen Feuerwehr Mühlheim hat sich im Gasthaus „Lamm“ in Stetten zur Hauptversammlung zusammengefunden und dabei Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr gehalten. Neben den Berichten waren eine Beförderung und eine besondere Ehrung wichtige Punkte in der harmonisch verlaufenen Sitzung im Nebenzimmer.
Im vergangenen Jahr war die Abteilung zu elf Einsätzen im Dienst, wie Abteilungskommandant Dominik Specker in seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht auflistete. Dies ergab 151 Einsatzstunden. Dem stehen 18 Übungen gegenüber. Dazu kommen noch insgesamt 428 Einsatzstunden mit anderen Wehren und Abteilungen, so dass insgesamt 636 Stunden oder fast 27 ganze Tage (zu vollen 24 Stunden gerechnet) vollen Einsatz nötig waren, um alles zu bewältigen.
Die Zukunft einer gemeinsamen Wehr für Stetten und Mühlheim nahm einen großen Teil der Zeit der Wehr und des Kommandanten in Anspruch. Ein Höhepunkt war die gemeinsame Fahrzeugausstellung der Stützpunktfeuerwehr beim Kesselbachfest.
Ein dickes Lob zollte Dominik Specker dem Kreisbrandmeister Martin Hagen, der den Kauf des neuen Fahrzeugs LF 20 KatS sehr stark unterstützt hatte. Dabei dankte Abteilungskommandant Specker auch seinem Amtsvorgänger Frank Buschle, der dafür ein wichtiges Leistungsverzeichnis von rund 80 Seiten erstellt hat.
Bei der Planung einer gemeinsamen Feuerwache in der Vorstadt sei eine gewisse Ernüchterung eingetreten, sagte Dominik Specker abschließend. Im Laufe des Jahres werde sich zeigen müssen, wohin die Reise gehe. Die Weichen für die Zukunft seien gestellt.
Der Schnitt der Probenbesuche hat sich von 65 Prozent auf nunmehr 70 Prozent in 2015 erfreulich erhöht. Beste Probenbesucher waren mit jeweils 100 Prozent Markus Müller und Heinrich Schierle, gefolgt von Frank Buschle mit 94 Prozent. Durch den Wegzug eines Kameraden beträgt die Zahl der aktiven Feuerwehrmänner jetzt 20, dazu kommen elf Kameraden der Altersabteilung.
Ortsvorsteher Emil Buschle zeigte sich froh über eine Verschmelzung der beiden Wehren von Stetten und Mühlheim. Die Aufgaben würden nicht weniger, sondern nehmen eher zu. Bürgermeister Jörg Kaltenbach nannte als Ziel für das gemeinsame Feuerwehrmagazin das Jahr 2017.
Die abschließenden Ausführungen vom Vertreter der Kreisfeuerwehrverbandes, Ernst Heinemann aus Renquishausen, wiesen auf die Flüchtlingskrise im Kreisgebiet hin. In Zukunft soll der Stellenwert der Wehren bei den Einwohnern noch mehr gestärkt werden. Heinemann wies auch auf die Wichtigkeit und Möglichkeiten der verstärkten Jugendarbeit hin.
Beförderung, Ehrung und Verabschiedung
Heinrich Schierle (54) wurde in der Hauptversammlung zum Hauptlöschmeister der Stettener Wehr befördert. Schierle hat zahlreiche Ausbildungen in verschiedenen Abteilungen erfolgreich absolviert und ist zudem das dienstälteste Mitglied in Stetten. Sein Eintritt erfolgte am 1. Januar 1981. Als Geschenk gab es für den eifrigen Schriftführer eine Fotokamera. Er lebe, wie kein anderer Feuerwehr, hieß es bei der Beförderung.
Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde Norbert Maier (37) von Ernst Heinemann mit dem silbernen Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Der Jubilar ist unter anderem Atemschutz-Träger, Funker und Motorsägen-Führer, Mitglied des Abteilungsausschusses und war Gerätewart von 2009 bis 2013. Sein Eintritt erfolgte zum 1. Januar 1996.
Verabschiedet wurde abschließend Alfred Waizenegger. Der Ausscheidende war Hauptlöschmeister und seit 1. Januar 1982 aktives Mitglied. Das Ausscheiden erfolgt auf eigenen Wunsch, ist aber auch gesundheitlichen Problemen geschuldet.

Von links: Gesamtkommandant Anton Ulrich, Ortsvorsteher Emil Buschle, Heinrich Schierle, Stettens Abteilungskommandant Dominik Specker, Norbert Maier, der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Ernst Heinemann und Bürgermeister Jörg Kaltenbach.
erschienen: schwaebische.de 04.04.2016 18.03 Uhr