Schneller als allgemein erwartet rückt die Fusion der beiden Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in greifbare Nähe.
Zum 1. Mai dieses Jahres soll es dann endgültig nur noch eine gemeinsame Wehr ohne Unterabteilungen mit einer Mannschaftsstärke von rund 50 Mann geben. Dazu kommen noch 15 Jugendliche der Jugendfeuerwehr und 20 Mitglieder der Altersabteilung. „Über die Feuerwehr hinaus, ist das Zusammengehen der beiden Feuerwehrabteilungen ein sehr gutes Zeichen für die gewachsene Vertrauenskultur zwischen Mühlheim und Stetten in den vergangenen rund viereinhalb Jahrzehnten seit der Eingemeindung. Zugleich ist es eine nicht hoch genug einzuschätzende Leistung der Führungskräfte unserer Wehr. Diese haben den Prozess des Zusammenwachsens durch gemeinsames Proben, eine gemeinsame Alarmierung sowie kameradschaftlichen Austausch in einem mehrjährigen Prozess auf den Weg und zum gemeinsamen Ziel gebracht“, so Bürgermeister Jörg Kaltenbach und Ortsvorsteher Emil Buschle.
Den Stein ins Rollen gebracht hat ein Schreiben des damaligen, inzwischen verstorbenen Kreisbrandmeisters Martin Hagen. Im Zuge der Überlegungen für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Abteilung Stetten, schrieb dieser dem Gemeinde- und Ortschaftsrat ins Stammbuch, dass beide Magazine nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen würden und folglich nicht zukunftsfähig sind. Ein im September 2012 gemeinsam durchgeführten Workshop beider Abteilungen zusammen mit dem Gemeinde- und Ortschaftsrat ergab unter anderen als Endergebnis die Fusion beider Abteilungen zu einer Einheit mit einem gemeinsamen Magazin im Bereich der Mühlheimer Vorstadt.
Durch jeweils einstimmige Beschlüsse des Gesamtausschusses der Feuerwehr sowie der beiden Abteilungsausschüsse wurden im Sommer vergangenen Jahres die Weichen für eine Fusion bereits zum 1. Mai dieses Jahres gestellt. Anfang April werden der Gemeinde- und Ortschaftsrat in einer gemeinsamen Sitzung die neue Feuerwehrsatzung beschließen. Damit wird auch formal der Weg für die neue, gemeinsame Wehr frei. Ebenfalls in der ersten Aprilhälfte tagen die Abteilungen und werden dort die Auflösungsbeschlüsse treffen. Mit der Gründungsversammlung der gemeinsamen Wehr am 29. April beginnt die neue Zeitrechnung. Der verdiente, langjährige Gesamtkommandant Anton Ulrich wird an diesem Abend sein Amt niederlegen und die neue Führungsmannschaft der gemeinsamen Wehr wird gewählt.
Die neu entstehende Feuerwehr, die auch die Rolle der Stützpunktfeuerwehr übernimmt, wird künftig den Namen „Freiwillige Feuerwehr Mühlheim & Stetten a. d. Donau“ tragen. Ein neues, einheitliches Logo gehört ebenso zu dem Neuanfang wie neue Dienstanzüge. Diese sollen ebenso wie das neue Löschfahrzeug noch vor der Gründungsversammlung fertig sein und werden in diesem Rahmen erstmals feierlich öffentlich präsentiert.
erschienen: schwaebische.de 09.02.2017
Homepage der Stadt Mühlheim / Donau 13.02.2017