Warum die Feuerwehr im Ernstfall auch eine gute Beleuchtung braucht

Die Einsatzszenarien sind vielfältig. Mühlheim und Stetten hat nun ein spezielles Beleuchtungssystem. Das hätte die Wehr jüngst schon gebrauchen können.
Die Feuerwehr Mühlheim und Stetten hat einen neuen Einsatzbegleiter. Es ist ein tragbares LED-Beleuchtungssystem. Das hätten die Einsatzkräfte neulich schon gut gebrauchen können.
„Licht brauchen wir fast immer“, sagt Jan Prior, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Mühlheim und Stetten. „Egal, ob Brand, Unfall, Unwetter, wenn wir Keller auspumpen müssen oder bei Einsätzen im Wald“, fasst er zusammen.
Das neue Gerät steht in der Einsatzzentrale des Feuerwehrmagazins auf dem Tisch. Wie ein Werkzeugkoffer kann der Akku samt LED-Strahler getragen werden. Zwölf Kilogramm wiegt er, hat verschiedene Helligkeitsstufen und kann auch als Signal-Blinklicht eingesetzt werden.
„Die Lampe nimmt man unter den Arm und schält sie an, ohne Kabel und Aggregat“, benennt Prior einen Vorteil des tragbaren Beleuchtungssystems. Kommandant Armin Ulrich berichtet: „Vor ein paar Wochen hätten wir die Technik schon gebrauchen können.“ Ein Auto, glücklicherweise ohne Insassen, sei ausgebrannt. Die Lampe hätte den Bereich drumherum ausleuchten können, und bei der Suche nach Menschen helfen können, erklärt er.
Für den Zuwachs der Ausrüstung zeigt sich die Sparkassen Versicherung (SV) verantwortlich. Die Stadt Mühlheim ist dort versichert. Als Prämie wolle der Versicherer die Feuerwehr in regelmäßigen Abständen mit zusätzlichem Equipment unterstützen, erklärt Stefan Maier, Gebietsdirektor der SV und für Mühlheim zuständig.
„Es ist schön, dass sich die SV etwas einfallen lässt“, findet Ulrich. Denn im Gegensatz zu Bund und Land, die die Feuerwehr in Sachen Ausrüstung für Katastrophenschutz „seit bald 30 Jahren“ nicht mehr unterstützt hätten, habe der kommunale Partner in der jüngeren Vergangenheit unter anderem einen Rauchvorhang und zuletzt eine Wärmebildkamera zur Ausstattung beigesteuert.
Apropos neue Ausstattung: Der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) ist laut Kommandant Ulrich inzwischen geliefert worden und steht zum Ausbau bereit. Ein Termin dafür ist nach der Fasnet vorgesehen. Wenn darin Platz ist, soll das neue Beleuchtungssystem dort untergebracht werden.
 
erschienen: schwaebische.de 02.02.2024