Unwetter richtet hohen Schaden an

In Mühlheim verzeichnete die Feuerwehr 54 Einsatzstellen, in Fridingen waren zehn Häuser betroffen. In Nendingen musste die Wehr drei Mal ausrücken.
Von 20 bis etwa 20.30 Uhr war am Samstag ein extremer Starkregen mit Hagel niedergegangen. Die Mühlheimer Vorstadt war besonders betroffen. Dort lag der Hagel stellenweise bis zu zehn Zentimeter hoch.
In Tuttlingen beförderte der starke Wind an der Zeughausstraße einen auf dem Nebenstreifen geparkten Autoanhänger auf die Straße. Ferner musste die Feuerwehr zum Aufstellen eines umgewehten Bauzauns am Pfauenareal sowie zur Beseitigung mehrerer umgestürzter Bäume auf der Rußbergsteige ausrücken. Im Stadtteil Brunnental war sie beim Leerpumpen mehrerer vollgelaufener Keller gefordert.
Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte bis zum Sonntagmorgen unter der Leitung des stellvertretenden Mühlheimer Kommandanten, Marc Pistor, im Dienst. Neben der Mühlheimer Wehr mit den beiden Abteilungen Mühlheim und Stetten waren dies Feuerwehrleute aus Kolbingen, Irndorf, Bärenthal, Renquishausen, Nendingen, Fridingen und Möhringen sowie die Führungsgruppe aus Tuttlingen.
Warnungen im Verkehrsfunk
Die Polizei veranlasste im Verkehrsfunk mehrere Warnmeldungen, da einige Bundes- und Landesstraßen wegen Glätte durch Hagel oder Überflutung kurzzeitig nicht oder nur bedingt passierbar waren.
Der Mühlheimer Bürgermeister Jörg Kaltenbach erklärte in einer ersten Wertung: „Die Einsatzleitung und die Einsatzkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet. Ihnen gebührt großer Dank und Anerkennung. Wie hoch die Schäden sind, wird man erst in den kommenden Tagen beziffern können.“
erschienen: schwaebische.de 08.09.2013 17:52