Unwetter richtet hohen Schaden an

Überflutungen und umgestürzte Bäume im Donautal – Aufräumarbeiten laufen noch
unwetter klm sz
Eine vom Starkregen überflutete Halle der Firma Karl Leibinger in Mühlheim: Dort sind auch am Sonntag noch Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Aufräum- und Abpumparbeiten beschäftigt. (Foto: Ludger Möllers)
 

Mühlheim an der Donau / sz Überflutete Hallen und Keller, gesperrte Straßen, umgestürzte Bäume: Ein Unwetter hat am Samstagabend im Donautal zwischen Tuttlingen-Nendingen und Fridingen schwere Schäden verursacht. Am Sonntagvormittag wurden die Ausmaße erfasst, bis zum frühen Nachmittag liefen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren.

In Mühlheim verzeichnete die Feuerwehr 54 Einsatzstellen, in Fridingen waren zehn Häuser betroffen. In Nendingen musste die Wehr drei Mal ausrücken.

Von 20 bis etwa 20.30 Uhr war am Samstag ein extremer Starkregen mit Hagel niedergegangen. Die Mühlheimer Vorstadt war besonders betroffen. Dort lag der Hagel stellenweise bis zu zehn Zentimeter hoch.

Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgte um 20.15 Uhr. Der schwierigste und größte Einsatz bei der Firma Karl Leibinger dauerte nach Angaben der Stadt Mühlheim bis in die frühen Morgenstunden an. „Die Einsatzkräfte haben die Situation sehr gut im Griff und werden von Mitarbeitern der Firma Karl Leibinger vorbildlich unterstützt“, sagte Bürgermeister Jörg Kaltenbach noch in der Nacht. Der Großteil der Einsätze belief sich auf Wassereintritte im Keller beziehungsweise Untergeschoss. Im gewerblichen Bereich waren neben der Firma Karl Leibinger die Firmen Strycker, Holzbau Milkau, Edekamarkt Beha und Schaumstoff Wirth betroffen.

In Tuttlingen beförderte der starke Wind an der Zeughausstraße einen auf dem Nebenstreifen geparkten Autoanhänger auf die Straße. Ferner musste die Feuerwehr zum Aufstellen eines umgewehten Bauzauns am Pfauenareal sowie zur Beseitigung mehrerer umgestürzter Bäume auf der Rußbergsteige ausrücken. Im Stadtteil Brunnental war sie beim Leerpumpen mehrerer vollgelaufener Keller gefordert.

Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte bis zum Sonntagmorgen unter der Leitung des stellvertretenden Mühlheimer Kommandanten, Marc Pistor, im Dienst. Neben der Mühlheimer Wehr mit den beiden Abteilungen Mühlheim und Stetten waren dies Feuerwehrleute aus Kolbingen, Irndorf, Bärenthal, Renquishausen, Nendingen, Fridingen und Möhringen sowie die Führungsgruppe aus Tuttlingen.

Warnungen im Verkehrsfunk

Die Polizei veranlasste im Verkehrsfunk mehrere Warnmeldungen, da einige Bundes- und Landesstraßen wegen Glätte durch Hagel oder Überflutung kurzzeitig nicht oder nur bedingt passierbar waren.

Der Mühlheimer Bürgermeister Jörg Kaltenbach erklärte in einer ersten Wertung: „Die Einsatzleitung und die Einsatzkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet. Ihnen gebührt großer Dank und Anerkennung. Wie hoch die Schäden sind, wird man erst in den kommenden Tagen beziffern können.“

erschienen: schwaebische.de 08.09.2013 17:52