MÜH Zug H-10 *VU Schienenfahrzeug Stetten Eisenbahnstrasse* 12.09.2017 15.32 Uhr
Die Feuerwehr wurde mit dem Stichwort H-10 VU Schienenfahrzeug, von der integrierten Leitstelle in Tuttlingen, alarmiert.
Aufgrund des Stichwortes wurden zu den Kräften der Feuerwehr Mühlheim & Stetten, ebenfalls starke Kräfte des Rettungsdienstes, sowie der Rüstzug der Feuerwehr Tuttlingen alarmiert, da bei einem Unfall mit einem Zug viele Verletzte zu erwarten sind.
Bei Ankunft der ersten Kräfte an der Einsatzstelle stellte sich schnell heraus, das keine Personen verletzt sind.
Ein Auto hatte sich selbstständig gemacht und war auf die Gleise gerollt. Ein aus Richtung Nendingen kommender Zug der mit ca. 150 Schülern und Pendlern besetzt war konnte noch rechtzeitig anhalten und Stand mehrere hundert Meter von der Einsatzstelle entfernt.
Da nun das Auto, welches der Besitzer noch von den Gleisen fahren konnte, im Böschungsbereich direkt neben den Gleisen Stand die sich ca. 10 Meter tiefer wie das Straßen Niveau befinden, entschied man sich das Wechselladerfahrzeug mit Kran aus Fridingen nachzualarmieren, da der Kran der Feuerwehr Tuttlingen diese Tiefe bzw. Ausladung nicht erreichen konnte.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes beriet man sich und war der Meinung, dass das Fahrzeug von einem Abschlepp- und Bergungsunternehmen geborgen werden sollte, da die Feuerwehr für eine solche Bergung nicht ausgerüstet ist.
Hinzu kam, dass das Fahrzeug relativ gering beschädigt war und daher eine vorsichtige Bergung angebracht war um den Sachschaden gering zu halten.
Die Feuerwehr Tuttlingen konnte die Einsatzstelle im Verlauf wieder verlassen.
Die Feuerwehr Mühlheim und Stetten sowie Fridingen hielten sich noch bereit um das Bergungsunternehmen unterstützen zu können.
Nach ca. 2 Stunden war das Auto geborgen.
Während des ganzen Einsatzes war ein Notfallmanager der Deutschen Bahn anwesend und beriet die Einsatzkräfte in Sachen Bahn.
Die Strecke konnte während des Einsatzes wieder kurz frei gegeben werden um den Fahrplan nicht noch mehr zu stören. Während der Bergung wurde die Strecke dann aber wieder gesperrt.
Der technische Dienst der Bahn war auch vor Ort, um eventuelle Schäden am Gleis feststellen zu können.
Dies war aber nicht der Fall, daher konnte die Strecke durch den Notfallmanager der Bahn wieder komplett freigegeben werden.
Die sich im Zug befindlichen Personen konnten nach ca. 30 Minuten ihre Fahrt fortsetzen oder den Zug an der
Haltestelle Stetten verlassen.
Die Zusammenarbeit aller Organisationen funktionierte sehr gut und war sehr professionell.
Einsatzpartner: Feuerwehr Fridingen, Feuerwehr Tuttlingen Abt. Tuttlingen und Abt. Nendingen,
stv. KBM, Rettungsdienst, LNA, Polizei, Notfallmanager DB, Abschleppunternehmen