Neue Wehr im neuen Gewand

Die Freiwillige Feuerwehr Mühlheim und Stetten hat am Donnerstag ihre neue Einsatzkleidung präsentiert. Der Gemeinderat hatte die Anschaffung in Höhe von 50 000 Euro schon im Dezember bewilligt.

Jedes Feuerwehr-Mitglied ist jetzt mit maßgefertigter Hose und Jacke aus Hightech-Material in Anthrazit-Blau mit Reflektoren bestmöglich bei künftigen Einsätzen geschützt. Handschuhe, Helm und Stiefel vervollständigen die Ausrüstung. Neu ist eine um den Brustkorb herum in die Jacke integrierte Rettungsschlaufe zur Absturzsicherung. Sie ersetzt die bisherige Feuerwehr-Koppel und sorgt dafür, dass die Zugbelastung im Notfall nicht mehr auf die Körpermitte wirkt.

„Unsere Einsatzkleidung war zehn Jahre alt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem eine Neuanschaffung empfohlen wird“, sagt Kommandant Armin Ulrich. Immerhin müssen sich die Feuerwehrleute im Ernstfall auf ihre Ausrüstung verlassen können. Die Anforderungen an die Kleidung sind hoch: sie soll vor Hitze schützen, wasserdicht sein, dabei aber gleichzeitig den Träger im Einsatz möglichst wenig in seinen Bewegungen einschränken. Ein Ausschuss der Wehr unter Federführung von Dominik Specker hatte sich intensiv in die Thematik eingearbeitet, bevor die Entscheidung schließlich für Produkte der Firma Texport gefallen ist, die auch bei der Feuerwehr Tuttlingen im Einsatz sind. „Dort wird die Einsatzkleidung in Zukunft auch gewaschen“, sagt Specker. Und zwar in einem Spezialverfahren, um die Hightech-Funktion der Kleidung zu erhalten. „Auch Reparaturen darf nur eine speziell autorisierte Schneiderin ausführen“, fügt Ulrich hinzu. Denn eine beschädigte Naht ist bei Schutzkleidung keine Bagatelle – immerhin könnte eine unsachgemäß ausgebesserte Stelle beim nächsten Einsatz zur gefährlichen Schwachstelle.

Eine Schutzjacke ist kein Leichtgewicht – das bemerkt auch Bürgermeister Kaltenbach, als er eine anprobiert. Doch die Feuerwehrleute sind sich einig, dass die neue Einsatzkleidung ihnen mehr Bewegungsspielraum lässt als die alte.

Und der stellvertretende Kommandant, Jan Prior, dankt nochmals dem Gemeinderat für die Bewilligung der Mittel - trotz der hohen Kosten für die im Bau befindliche neue Feuerwache und das ebenfalls erst vor kurzem angeschaffte neue Löschfahrzeug.

 

erschienen: schwaebische.de 24.09.2019