Wehren Mühlheim und Stetten stehen vor großen Aufgaben

Neues Fahrzeug, neues Gerätehaus, neue Uniformen und eine neue gemeinsame Feuerwehr kommen

Mühlheim sz Die Vollversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Mühlheim und Stetten hat Anton Ulrich erneut zum Gesamtkommandanten gewählt. Seine Stellvertreter sind gleichberechtigt die Kommandanten der Abteilungen von Mühlheim und Stetten, Armin Ulrich und Dominik Specker.

Neben ihrer Führung wählten die Mitglieder beider Abteilungen auch den Gesamtausschuss. Dessen Mitglieder sind demnach Frank Buschle, Eckart Haas, Sebastian Maurer, Sabine Osswald, Marc Pistor, Jan Prior, Kai Prior und Heinrich Schierle. Da Gesamtkommandant Anton Ulrich in knapp vier Jahren die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen wird, soll die gesamte Führungsmannschaft dann außerhalb des regulären Wahlturnus neu aufgestellt werden. Alle Wahlen verliefen zügig und harmonisch.

Die geplante Fahrzeug-Neuanschaffung und der Neubau eines Gerätehauses werden nur möglich sein, wenn beide Abteilungen zu einer gemeinsamen Wehr verschmelzen, erklärten die Verantwortlichen. Der Gesamtkommandant berichtete vom Stand des geplanten Fahrzeugkaufs. Das Löschfahrzeug KAT-S sei nötig für eine optimale Wasserversorgung außerorts, so Ulrich. Zuschüsse dafür würden aber frühestens 2016 genehmigt. Leider passe das Fahrzeug, so Ulrich weiter, nicht in das bisherige Gerätehaus in Stetten und könne auch in Mühlheim nicht untergebracht werden. Ein neues Feuerwehrmagazin soll deshalb in der Verlängerung der alten Gärtnerei Lohde in Richtung Stetten gebaut werden.

Auch Bürgermeister Jörg Kaltenbach, Ortsvorsteher Emil Buschle, Ernst Heinemann und die beiden Abteilungskommandanten betonten in ihren Grußworten, dass nur eine zusammengeführte gemeinsame Wehr die anstehenden Aufgaben bewältigen könne. Buschle beschrieb das Zusammenwachsen als spannenden und manchmal schwierigen, aber guten und richtigen Weg.

Geplantes Logo löst Diskussion aus

Diskussionen entzündeten sich plötzlich am Konzept eines neuen Logos für die fusionierte Gesamtwehr. Bürgermeister Kaltenbach stellte die vorläufigen Entwürfe vor, die Stadtverwaltung und Gemeinderat in Auftrag gegeben hatten. Aus der Versammlung heraus kam die Frage, warum ein neues Logo überhaupt nötig sei. Im Vordergrund müsse jetzt die gemeinsame Einsatztaktik stehen. Kaltenbach erklärte, die neue Identität der zusammengeführten Wehr solle durch das Logo nach außen hin demonstriert werden. Das Logo soll auch auf der neuen gemeinsamen Uniform angebracht werden.

Über die vorgeschlagenen Schriftzüge wurde ebenfalls diskutiert. Um Mühlheim und Stetten eindeutig regional zuordnen zu können, fehle der Begriff „Donau“. Und einer der dienstältesten Feuerwehrmänner fragte sich, ob tatsächlich beide Ortsnamen ins Logo aufgenommen werden sollten. Auf diesen Einwand folgten viele mäßigende Entgegnungen. Bürgermeister Kaltenbach gab zu bedenken, dass ihr Namenszug auf dem Wappen die Stettener Wehr als ebenbürtigen Partner ausweise. Nur partnerschaftlich könne man den Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Auch ein Feuerwehrmann betonte, dass keine Wehr ohne die andere könne. Emil Buschle appellierte an alle Feuerwehrleute, im Interesse der gesamten Bürgerschaft den eingeschlagenen richtigen Weg des Zusammenwachsens weiter zu gehen.






Die gewählten und geehrten Feuerwehrmänner mit Dominik Specker (Kommandant Stetten, vorn, 3. von links), Gesamtkommandant Anton Ulrich (Mitte), Armin Ulrich (Kommandant Mühlheim, vorn, 5. von links) und Erhard Nerling (links), Erich Lang (2. von links) und Heinz Schänzel (3. von rechts), die jeweils 50 Dienstjahre haben. Foto: Hörburger

erschienen: schwaebische.de 27.06.2014 09.33 Uhr