Armin Ulrich und Jan Prior begleiten den Neubau: „Geht nicht spurlos an einem vorbei“
Armin Ulrich und Jan Prior haben als Kommandantengespann den Bau des neuen Feuerwehrmagazins von der Vorbereitung bis hin zur Bauphase begleitet. Fast zwei Jahre lang seien sie mittwochs von 12 bis 13.30 Uhr zum Jour Fixe gekommen, um bei den Absprachen dabei zu sein, berichten sie. „Wir haben viel Zeit hier verbracht“, sagt Prior. „Wir waren regelmäßig auf der Baustelle, und haben geschaut, ob alles passt“, berichtet Ulrich. „Die Familie muss das mittragen und auch der Arbeitgeber muss das unterstützen, sonst kann man das ehrenamtlich gar nicht bewerkstelligen. Das geht nicht spurlos an einem vorbei“, erklärt Ulrich, der seit 22 Jahren der Kommandant in Mühlheim ist. An manchen Stellen habe Corona dieses Engagement aber erleichtert, schildert er. So haben sich die beiden voll auf den Neubau konzentrieren können, weil Veranstaltungen und Übungen lange Zeit nicht stattfinden konnten. „Mit dem normalen Probebetrieb wäre das heftig gewesen“, ist sich Ulrich sicher. Nach dem Umzug, für den zwei Wochen im April geblockt waren, haben die beiden das Führungsteam im neuen Magazin eingewiesen. „Wie die Abläufe sind, wie die Technik funktioniert“, so Prior. „Für die kommenden 50 bis 70 Jahre muss das jetzt so ausreichen“, sagt Ulrich.
„Mit dem Einzug in das Feuerwehrmagazin in der Vorstadt ist das Projekt, die Zusammenlegung der beiden Wehren Mühlheim und Stetten, nun endgültig abgeschlossen“, sagt Prior. 2017 sind die einst eigenständigen Truppen aus Mühlheim und Stetten fusioniert und daher schon gemeinsam vom alten Magazin in der Oberstadt ausgerückt. „Es war aber klar, dass dann auch ein zentral gelegenes Magazin kommen soll“, so Prior, der seit 2017 stellvertretender Kommandant ist. Insgesamt rund 4 Millionen Euro hat das neue Domizil gekostet. 40 Aktive und etwa 20 Jugendliche kommen regelmäßig zu Proben und Einsätzen. 14 Kameraden sind zudem in der Altersabteilung, wie Ulrich berichtet. „Trotz Corona haben wir keine Abgänge, sondern sogar Zuwachs zu verzeichnen“, so der Kommandant. Für die Jugendfeuerwehr hat das sogar einen Aufnahmestop zur Folge. Der Grund: „Wir wollen das mit Maß und Ziel machen.“ Das heißt: Die Jugendlichen sollen gut ausgebildet werden können. In der Regel treffen sich die Mitglieder der Feuerwehr Mühlheim und Stetten alle zwei Wochen zur Übung. Ab und zu stehen auch Sonderproben an, beispielsweise mit der Drehleiter.

Jan Prior und Armin Ulrich sind das Führungsduo der Feuerwehr Mühlheim und Stetten und haben während der Bauphase ehrenamtlich unzählige Stunden investiert.
erschienen: schwaebische.de 17.08.2021