Feuerwehr Muehlheim
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KFV Verbandsversammlung 2019

Verbandsversammlung: Feuerwehren im Landkreis retten 178 Menschenleben

Bei der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Tuttlingen am Freitag 05.04.2019 in Mühlheim an der Donau konnte der Vorsitzende Ernst Heinemann auf ein erfolgreiches Jahr 2018
der Feuerwehren zurückblicken. Benjamin Fritsch wurde bei den Wahlen als stellvertretender Vorsitzender für den nach vielen Jahren aktiver Verbandstätigkeit scheidenden Bernd Knittel
gewählt.

Ernst Heinemann konnte eine stabile Personalstruktur der Feuerwehren feststellen. Die Gewinnung von Führungskräften mit besonderer Funktion wie beispielsweise Kommandanten stellt zunehmend Schwierigkeiten dar. Heinemann betonte die Wichtigkeit traditioneller Werte in unseren Feuerwehren wie Kameradschaft, Respekt, Toleranz und Verantwortungsbewusstsein.

Der Ausbildungsstand konnte durch insgesamt 1219 Lehrgangsteilnahmen auf Landkreisebene weiter
gefestigt und ausgebaut werden. Heinemann blickte auch auf eine sehr erfolgreich, aber arbeitsintensiv durchgeführte Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes im Oktober
2018 zurück.

In seinem Grußwort begrüßte der Bürgermeister Jörg Kaltenbach die Feuerwehrführungskräfte in der Stadt Mühlheim und betonte die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Feuerwehrwesens. Die Vorbereitungen für den Neubau des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Mühlheim und Stetten an der Donau laufen auf Hochtouren.

Die Grüße des Landkreises überbrachte der Erste Landesbeamte Stefan Helbig. Helbig stellte die Wichtigkeit der geschlossenen Fortentwicklung im Feuerwehrwesen im Gleichschritt Technik und
Personal dar und konnte von umfangreichen Investitionen des Landkreises aber auch der Kommunen berichten.

Wolfram Nestel, Schriftführer des Verbandes berichtete detailliert über die Aktivitäten des Kreisfeuerwehrverbandes.
Kassenwart Richard Dreher berichtete von einem Plus in der Kasse.
Der Kreisjugendfeuerwehrwart Andy Jerhof stellte die Entwicklung der Jugend- und Kinderfeuerwehren anhand Statistiken und Berichten aus den Fachbereichen vor. Mit einem Zeltlager in Seitingen-Oberflacht knüpft die Kreisjugendfeuerwehr dieses Jahr neue Konzepte an bewährte und beliebte Veranstaltungen, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Der Obmann der Alterskameraden Günther Benz berichtete von den regen Aktivitäten der Feuerwehrsenioren im Landkreis. Bereits am Nachmittag waren traditionell wieder über 200 Senioren in der Mühlheimer Stadthalle zu Gast.

Der Kassenprüfer Edgar Schmid berichtete von einer einwandfreien Kassenführung und nahm die Entlastung der Vorstandschaft ab, die von der Versammlung einstimmig bestätigt wurde. Edgar Schmid beendet seine langjährige Tätigkeit als Kassenprüfer. Bei den Wahlen der beiden Kassenprüfer wurde Stefan Keck für eine weitere Amtszeit bestätigt und als zweiter Kassenprüfer Oliver Rees gewählt.

Besonderes Engagement in Führungsfunktion haben langjährige Feuerwehrkommandanten und Abteilungskommandanten unter Beweis gestellt. Für mindestens 15-jährige Kommandantentätigkeit
wurden Hans Henne, Bernd Knittel und Bernd Schilling mit dem Ehrenzeichen in Gold in der Sonderstufe des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Stefan Helbig, Erster Landesbeamter nahm die Anhörung der Kommandanten zur Bestellung des 2. und 3. Stellvertreters des Kreisbrandmeisters vor. Sowohl Jürgen Zeller als auch Fritz Frey stehen für weitere fünf Jahre für die besondere Tätigkeit zur Verfügung. Die Kommandanten haben sich einstimmig für eine Fortführung ausgesprochen. Die Wahl erfolgt im Herbst durch den Kreistag.

Im Anschluss informierte Kreisbrandmeister Andreas Narr die anwesenden Feuerwehr-Führungskräfte über Neuigkeiten im Feuerwehrwesen.

Die Gewählten und Geehrten: hintere Reihe von links: Oliver Rees, Bernd Knittel, Bernd Schilling, Ernst Heinemann.
Vordere Reihe: Benjamin Fritsch, Hans Henne

Quelle / erschienen: kfv-tuttlingen.de 07.04.2019

Interview zur Fusion der Feuerwehrabteilungen

Die Fusion ist für alle ein Gewinn

Seit Mai 2017 sind die zwei Feuerwehren aus Mühlheim und aus Stetten eins. Auch wenn es anfangs ein „Riesen-Geschrei“ gab: Die Fusion ist gut gelaufen.

Es sei ein Wunsch des damaligen Kreisbrandmeisters Martin Hagen gewesen, die Feuerwehren aus Mühlheim und Stetten zusammenzulegen, schildern Armin Ulrich, Kommandant, und Jan Prior, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Mühlheim-Stetten. Und die beiden stimmen zu: Es mache heute keinen Sinn mehr, in einer Stadt zwei getrennte Wehren zu haben.Und es gab einen weiteren Anlass, aus zwei Wehren eine zu machen: Der Neubau eines Feuerwehrmagazins wurde nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass die Abteilungen Mühlheim und Stetten zusammengelegt werden. Spätestens zur Eröffnung des neuen Magazins hätten die beiden Wehren also ohnehin vor der Aufgabe gestanden, zusammenzugehen. „Es war nur eine Frage der Zeit, dass die Fusion stattfindet. Und wir wollten die Fusion ohne politischen Druck über die Bühne bringen“, sagt Ulrich. „So war das eine feuerwehrinterne Geschichte. Nur gemeinsam sind wir einsatzfähig“, unterstreicht Prior.

Die beiden sehen sich als echtes Team. Ulrich kümmert sich um Organisatorisches und die Verwaltung. Einsatzpläne, Personal, Einsatzbereitschaft und der Kontakt mit den Ämtern sind sein Part. Prior ist der Mann für Proben und Übungen sowie das Technische.

Anfangs gab es Redebedarf

Anfangs gab es ein „Riesen-Geschrei“, erinnern sich die beiden. Aber es habe nicht lange gedauert, bis alle mitgezogen hätten. Nur einen Austritt habe es gegeben – bei 50 aktiven Wehrleuten. „Es gab fünf bis sechs Kameraden, mit denen wir nochmal reden mussten“, sagt Ulrich. Aber: „Jeder hat eingesehen, dass es keinen anderen Weg gibt“, blickt er zurück. Und: „Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team, und jeder weiß, was zu tun ist“, erläutert Prior.

„Wir können ruhigen Gewissens sagen, dass wir mit einem Löschfahrzeug und der Drehleiter rund um die Uhr einsatzbereit sind“, nennt Ulrich einen Vorteil der Fusion. „Untertags können wir das gewährleisten, und das ist nur durch die Zusammenführung möglich gewesen.“Seit einigen Monaten stehen alle Einsatzfahrzeuge im Gerätehaus in Mühlheim. Von dort aus rücken die Wehrleute nun gemeinsam aus. Auf das neue Magazin, das bis Ende 2020 fertiggestellt sein soll, freuen sich die Wehrleute schon. Denn: Derzeit ist die Parksituation bei Einsätzen angespannt. „Es ist schwierig hier oben, wenn 20 bis 30 Leute mit ihrem Auto kommen“, erklärt Ulrich.

Für die Stettener Kameraden seien mit der Fusion einige neue Aufgabenbereiche hinzugekommen. Als Beispiel führen die Kommandanten Verkehrsunfälle an. „Die Kollegen werden geschult“, erläutert Prior. Dazu zähle auch, Personen mit einem Scherspreizer aus dem Auto zu befreien. Denn bisher waren die Stettener für die Verkehrsabsicherung zuständig.

Das bedeute vorerst auch einen Mehraufwand bezüglich der Proben, weiß Prior. „Montag ist Feuerwehrtag“, sagt er. Dann werde in kleinen Gruppen geübt.

Kameradschaft ist wichtig

Haben Ulrich und Prior ein Erfolgsrezept für die gut funktionierende Fusion? „Es war jedem bewusst, dass dieser Schritt irgendwann kommt. Denn beide Abteilungen allein wären nicht mehr zukunftstauglich gewesen“, sagt Ulrich. „Und auch die Kameradschaft, dass wir miteinander und nicht gegeneinander arbeiten, hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen“, ergänzt Prior. Eins war den beiden von Anfang an wichtig, sagen sie: Dass die Fusion auf Augenhöhe stattfindet. Nach knapp zwei Jahren sind sich die beiden einig: „Die Fusion ist für alle ein Gewinn – speziell für die Sicherheit des Bürgers.“

Interview

erschienen: schwäbische.de    27.01.2019

 

Videobeitrag schwäbische.de zur Fusion

Nach Feuerwehr-Fusion: Rund um die Uhr einsatzbereit

Videobeitrag der Schwäbischen Zeitung:

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-tuttlingen/muehlheim_video,-nach-feuerwehr-fusion-rund-um-die-uhr-einsatzbereit-_vidid,152069.html

 

erschienen: schwäbische.de    21.12.2018

24 h Übung Jugendfeuerwehr

Jugendliche sind 24 Stunden im Einsatz

„Cool bleiben, wenn es brenzlig wird“ hat es kürzlich bei der Jugendfeuerwehr Mühlheim und Stetten geheißen. Im Gerätehaus bezogen die Jugendlichen für 24 Stunden ihr Quartier, um den Alltag der Einsatzkräfte zu erleben.

Die Feldbetten waren gerade bezogen, schon ertönte der erste Alarm. „Technische Hilfeleistung. Personenrettung aus unwegsamem Gelände“, hieß es. Ein Wanderer war im Stettener Tal an der steilen Halde abgerutscht und hatte sich verletzt. Nun galt es, diesen mit der Schleifkorbtrage und dem Absturzsicherungssatz wieder nach oben auf den Weg zu bringen. Nachdem die verletzte Person dem Rettungsdienst übergeben worden war, fuhren alle wieder zurück auf die Wache, wo die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden.

Es blieb kaum Zeit zum ausruhen,, denn erneut schlug der Alarmmelder an und rief zur Brandmeldeanlage (BMA) der Firma Stryker. Doch es handelte sich um einen Fehlalarm, und man nutze die Gelegenheit, den Jugendfeuerwehrleuten die Funktionsweise und das Prinzip einer BMA zu erklären.

Kurze Zeit später kam die nächste Alarmierung: „Technische Hilfe klein, Katze auf Baum“. Die Drehleiter nahm ihren Auftrag entgegen und fuhr Richtung Ettenberg, um dort eine Katze aus der Baumkrone zu retten. Dank der Drehleiter war dies ein leichtes, aber komplexes Unterfangen. Schon beim Anfahren der Einsatzstelle müssen der Maschinist und der Gruppenführer auf den späteren Standort des Fahrzeugs achten, um überall mit der Drehleiter hinfahren zu können. Vor allem auf Stromleitungen und hängende Äste muss dabei geachtet werden.

Unterstützung für den Rettungsdienst

Anschließend wurde die Drehleiter zur Unterstützung des Rettungsdiensts gerufen, um eine Person über den Balkon eines Gebäudes zu retten. Das Treppenhaus war zu schmal, um sie mit der Trage hinunter zu bringen. Auch hierbei zeigten die Jungfeuerwehrleute ihr Fachwissen.

Über den Tag hinweg wurden die Kameraden zu verschiedenen Einsätzen gerufen. Mal musste „Technische Hilfe“ geleistet, mal ein „Brand“ gelöscht werden. Der Tag ging schnell vorbei. Am Abend kam die Mannschaft nach einem Einsatz wieder in die Wache. Dann wurde gegessen. Doch schon kurze Zeit später ging es wieder zum nächsten Einsatz.





Ein Tag lang probiert sich die Jugendwehr aus Mühlheim und Stetten an verschiedenen Einsatzszenarien. (Foto:  Feuerwehr Mühlheim)


erschienen: schwaebische.de 04.10.2018

Übung Verkehrsunfall

„Kommunikation ist das Wichtigste“

Ein Großaufgebot an Rettungskräften aus Mühlheim, Fridingen und Tuttlingen hat sich am Montagabend gegen 18.30 Uhr in Mühlheim eingefunden. Das Teilstück der Lippachtalstraße nördlich der Zufahrt zur Kitzenbühlstraße in Richtung Stadtausgang Mahlstetten war gesperrt. Der Grund: Ein Unfall zwischen einem Bus und einem PKW mit zwölf verletzten Personen wurde simuliert.

Eingebunden in die Übung waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Mühlheim / Stetten und aus Fridingen, Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Tuttlingen und Fridingen, eine Gruppe, die die Verletzten mimte, sowie erstmals der Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB). Die Feuerwehr Mühlheim / Stetten war mit einem HLF, mit ihrem Löschfahrzeug und dem Mannschaftstransportwagen vor Ort. Von der Drehleiter aus wurde das Gelände ausgeleuchtet. Die Einsatzleitung lag in den Händen des Kommandanten der Feuerwehr Mühlheim / Stetten, Armin Ulrich.

Kreisbrandmeister Andreas Narr war ebenfalls vor Ort. „Kommunikation ist das Wichtigste, was wir hier üben“, erklärte er. „Denn hier treffen ganz unterschiedliche Gruppen aus verschiedenen Orten aufeinander.“

Das Szenario

Ein PKW aus Richtung Mahlstetten stößt frontal mit einem ortsauswärts fahrenden Bus zusammen und prallt anschließend auf einen Baum. Zehn Businsassen sind verletzt, zwei Schwerverletzte im Auto eingeklemmt: Dieses Szenario fanden die Rettungskräfte des DRK vor, als sie als Erste an der „Unfallstelle“ auf der Kreisstraße ins Lippachtal eintrafen. Für die eintreffenden Helfer galt es zunächst, sie zu beruhigen, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen - und Verstärkung anzufordern: sowohl zur medizinischen Versorgung als auch für technische Hilfe.

Die hinzugerufenen Feuerwehrleute aus Mühlheim und Stetten begannen sofort, die Schwerverletzten aus dem PKW zu befreien. Sie halfen auch dabei, die Businsassen auf der gegenüberliegenden Wiese zu betreuen. Die große Anzahl an Verletzten forderte weitere Verstärkung: insgesamt waren sechs Rettungswagen mit sieben Notärzten und 12 Rettungssanitätern vor Ort.

Der Einsatz von drei Rettungshubschraubern wurde simuliert. Zwei davon wären im Ernstfall aus der Schweiz angeflogen. Zur Übung gehörte auch, für sie einen Landeplatz vorzubereiten.

Aus Fridingen kam weitere Verstärkung: 25 Feuerwehrleute mit HLF (Hilfslöschfahrzeug mit Ausrüstung für technische Hilfe), Einsatz- und Kommandowagen und einem Wechsellader mit Abrollbehälter „Technische Hilfeleistung“.

„Rendez-vous-System“ sei der offizielle Begriff dafür, dass sich zwei Wehren jeweils mit ihrem Gerät für technische Hilfeleistung am Einsatzort treffen, sagte Kommandant Ulrich.

Die beiden Schwerverletzten mussten sich eine Weile gedulden. Sie wurden im PKW medizinisch notversorgt, doch geborgen werden konnten sie erst, nachdem die Feuerwehr das Autodach geöffnet hatte.

Das Fazit der Übung

Bestens bewährt habe sich an diesem Abend die neu angeschaffte Rettungsschere der Mühlheimer Wehr, darin waren sich Feuerwehrleute und Kommandant einig. „Die alte war zu schwach für die heutigen Autos“, sagte Ulrich.

Sein Fazit aus der Übung: „Wir haben gesehen, wie schnell wir an unsere personellen Grenzen kommen.“





Zehn Verletzte im Bus und zwei eingeklemmte Schwerverletzte in einem PKW – das war das Szenario für die große Übung der Rettungskräfte in Mühlheim. (Foto:  Kornelia Hörburger)



erschienen: schwäbische.de 02.10.2018



  1. Hauptversammlung 2018
  2. Fahrzeugweihe LF 20 KatS
  3. Leistungsabzeichen in Bronze (2017)
  4. Ehrungen im Rahmen der Gründungsversammlung

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