13 Jungs und ein Mädchen sind 24 Stunden einsatzbereit
Einsatzszenarien von der Brandbekämpfung bis zur Rettung einer Katze haben 14 Jugendfeuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Mühlheim und Stetten in der jährlichen „24-Stunden-Übung“ simuliert.
Die Idee, dem Nachwuchs Einblick in das Spektrum der vielfältigen Einsatzbereiche einer Feuerwehr zu geben, steckt hinter der jährlichen „24-Stunden-Übung“ für Jugendabteilungen. Zur Praxis vermittelten insgesamt sieben Betreuer aus der aktiven Wehr auch noch den theoretischen Hintergrund bei Lage- und Nachbesprechungen. Und was ständige Rufbereitschaft bedeuten kann, haben die Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 16 Jahren in Mühlheim auch erfahren: Genau in dem Moment, als das Abendessen fertig auf dem Tisch stand, kam ein „Alarm“ herein. Als alle in Einsatzkleidung bereit zum Ausrücken am Fahrzeug standen, gab es Entwarnung: „Fehlalarm“! Das Essen war gerettet.
Kaum waren die 14 Feldbetten im Feuerwehrmagazin aufgeschlagen, mussten die 13 Jungs und ein Mädchen unter dem Kommando von Jugendleiterin Sabine Oswald und deren Stellvertreter Markus Pfeiffer Schlag auf Schlag zu den simulierten Einsätzen aus: Bei der Ruine „Maria Hilf“ war ein „Waldarbeiter“, nämlich Dummy-Puppe „Günther“, bei einem Unfall zwischen Baumstämmen eingeklemmt. Nachdem die Stämme zur Sicherung verkeilt waren, konnte er mit dem Spreizer befreit werden.
Personensuche hat Priorität, das lernte der Feuerwehrnachwuchs beim nächsten Einsatz in einer verrauchten Garage. Aber auch, dass darüber hinaus gilt: „Wir gehen nicht am Feuer vorbei – weil es uns sonst den Rückweg abschneiden könnte.“ Per Drehleiter galt es zunächst, einen Mann von einem Balkon zu retten und später eine (Plüsch-)Katze, die sich auf einem Baum im Ostertal „verstiegen“ hatte.
Abends brannte dann ein (von den Betreuern in der Woche zuvor extra am Funkenfeuerplatz in Stetten gebauter) Holzschuppen lichterloh. Neben dem Löschen des Brandes mussten die Jungfeuerwehrleute auch Faktoren wie Windrichtung und die Hitzeentwicklung in der Umgebung berücksichtigen. Und danach galt es noch, in zwei Trupps auf dem Kraftstein zwei vermisste Personen zu suchen. Angeblich hatten sie sich, angetrunken, auf dem Heimweg vom Skiclub-Oktoberfest nach Mahlstetten verlaufen. Erst als sie geborgen waren, gab es ab 2.30 Uhr die Gelegenheit zu einer Runde Schlaf im Feuerwehrmagazin – bevor es morgens schon wieder hieß: „Eine Ölspur beseitigen.“
Zum Frühstück versammelten sich dann alle mehr oder weniger gezeichnet von den zurückliegenden 24 Stunden. Doch mit dem Zusammenklappen der Feldbetten war’s für die Betreuer noch nicht getan: Die Fahrzeuge mussten noch geputzt und getankt werden: nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.
erschienen: schwaebische.de 08.10.2019
Neue Einsatzkleidung im September 2019 in Dienst gestellt
Nach zum Teil über 10 Jahren Einsatz- und Übungsdienst in unserer alten Einsatzkleidung konnten wir im September 2019 unsere neue Einsatzkleidung, das Modell Fire Survivor Loop, der Firma Texport in Dienst stellen.
Um die für uns passende Einsatzkleidung zu finden haben wir im Juni 2018 einen vierköpfigen Beschaffungsschuss ins Leben gerufen der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Zusätzlich zur obligatorischen Einhaltung aller vorgeschriebenen Normen war bei der Auswahl eine hochwertige Gore Tex Membrane sowie ein robuster Oberstoff Grundvoraussetzung.
Des Weiteren sollte die Einsatzkleidung möglichst lange wiederbeschaffbar sein um auch beim Eintritt neuer Kameraden oder Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr in den kommenden Jahren ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.
Optional haben wir uns mit der Möglichkeit einer in die Jacke integrierten Rettungsschlinge befasst um auf den ungeliebten Feuerwehrhaltegurt verzichten zu können. Dies sollte aber nicht Hauptkriterium sein und nur dann zum Tragen kommen, wenn das von uns letzten Endes favorisierte Jackenmodell die entsprechende Möglichkeit bietet.
Unter diesen Gesichtspunkten wurde zuerst eine Vorauswahl von möglichen Herstellern getroffen, aus denen wir drei Hersteller ausgewählt haben. Diese haben ihre Produkte dann bei uns in Mühlheim vorgestellt.
Nach Auswertung aller Produktvorstellungen mit Hilfe eines Fragenkatalogs, der mit allen Firmenvertreten abgearbeitet wurde. Sowie vorläufigen Angeboten die wir im Nachgang von allen Herstellern erhalten haben, hat sich der Beschaffungsausschuss dazu entschlossen dem Feuerwehrausschuss die Beschaffung des Modells Fire Survior Loop der Firma Texport vorzuschlagen.
Alle zuvor genannten Kriterien wurden von der Fa. Texport erfüllt und auch die DGUV konforme Integration einer Rettungsschlaufe in die Jacke war möglich. Des Weiteren sprach die in Tuttlingen vorhandene Infrastruktur einschließlich einer von der Fa. Texport befähigten Schneiderin für die Beschaffung. Dies bietet uns in Zukunft die Möglichkeit kleinere Reparaturen die durch Übungs- und Einsatzdienst entstehen unkompliziert durchzuführen zu lassen.
Nach dem der Feuerwehrausschuss der Beschaffung zugestimmt hat wurde die Verwaltung ins Boot geholt und vom Gemeinderat wurden uns 60‘000 Euro an Haushaltsmitteln für das Jahr 2019 bewilligt. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ausdrücklich bei der Verwaltung und dem Gemeinderat bedanken. Beiden war ein optimaler Schutz der Einsatzkräfte äußert wichtig.
Nach Bewilligung der Haushaltsmittel fand zu Beginn des 2.Quartals 2019 ein weiterer Termin mit einem Vertreter der Fa. Texport statt. Bei diesem Termin wurde der Oberstoff, der Lagenaufbau und die Farbe vom Feuerwehrausschuss festgelegt.
Wir haben uns für den Stoff IB Tex in der Farbe dunkelblau und den vierlagigen Aufbau Xtreme entschieden. Ebenfalls wurde eine Entscheidung zugunsten der integrierten Rettungsschlinge getroffen auch wenn diese für uns als Freiwillige Feuerwehr durch die Abweichung von der FWDV 1 einen nicht unerheblichen Mehraufwand an Ausbildung, Wartung und Dokumentation mit sich bringt. Letztlich war dies nur sinnvoll Möglich weil wir u.a. einen Kreisausbilder Absturzsicherung bei uns in der Feuerwehr haben und dieser zusammen mit dem Gerätewart alle Prüfungstätigkeiten bei uns vor Ort durchführen kann. Ansonsten hätten wir wohl darauf verzichtet und weiterhin den Feuerwehrhaltegurt eingesetzt.
Am 16. September 2019 war es dann endlich soweit und wir konnten die neue die Einsatzkleidung an alle 44 Kameraden der Einsatzabteilung übergeben.
Hier noch einige Fotos der neuen Einsatzkleidung:
Neue Wehr im neuen Gewand
Die Freiwillige Feuerwehr Mühlheim und Stetten hat am Donnerstag ihre neue Einsatzkleidung präsentiert. Der Gemeinderat hatte die Anschaffung in Höhe von 50 000 Euro schon im Dezember bewilligt.
Jedes Feuerwehr-Mitglied ist jetzt mit maßgefertigter Hose und Jacke aus Hightech-Material in Anthrazit-Blau mit Reflektoren bestmöglich bei künftigen Einsätzen geschützt. Handschuhe, Helm und Stiefel vervollständigen die Ausrüstung. Neu ist eine um den Brustkorb herum in die Jacke integrierte Rettungsschlaufe zur Absturzsicherung. Sie ersetzt die bisherige Feuerwehr-Koppel und sorgt dafür, dass die Zugbelastung im Notfall nicht mehr auf die Körpermitte wirkt.
„Unsere Einsatzkleidung war zehn Jahre alt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem eine Neuanschaffung empfohlen wird“, sagt Kommandant Armin Ulrich. Immerhin müssen sich die Feuerwehrleute im Ernstfall auf ihre Ausrüstung verlassen können. Die Anforderungen an die Kleidung sind hoch: sie soll vor Hitze schützen, wasserdicht sein, dabei aber gleichzeitig den Träger im Einsatz möglichst wenig in seinen Bewegungen einschränken. Ein Ausschuss der Wehr unter Federführung von Dominik Specker hatte sich intensiv in die Thematik eingearbeitet, bevor die Entscheidung schließlich für Produkte der Firma Texport gefallen ist, die auch bei der Feuerwehr Tuttlingen im Einsatz sind. „Dort wird die Einsatzkleidung in Zukunft auch gewaschen“, sagt Specker. Und zwar in einem Spezialverfahren, um die Hightech-Funktion der Kleidung zu erhalten. „Auch Reparaturen darf nur eine speziell autorisierte Schneiderin ausführen“, fügt Ulrich hinzu. Denn eine beschädigte Naht ist bei Schutzkleidung keine Bagatelle – immerhin könnte eine unsachgemäß ausgebesserte Stelle beim nächsten Einsatz zur gefährlichen Schwachstelle.
Eine Schutzjacke ist kein Leichtgewicht – das bemerkt auch Bürgermeister Kaltenbach, als er eine anprobiert. Doch die Feuerwehrleute sind sich einig, dass die neue Einsatzkleidung ihnen mehr Bewegungsspielraum lässt als die alte.
Und der stellvertretende Kommandant, Jan Prior, dankt nochmals dem Gemeinderat für die Bewilligung der Mittel - trotz der hohen Kosten für die im Bau befindliche neue Feuerwache und das ebenfalls erst vor kurzem angeschaffte neue Löschfahrzeug.

erschienen: schwaebische.de 24.09.2019
Feuerwehr übt mit schwerem Gerät
Blech schneiden, Türen aufspreizen und Glasscheiben heraustrennen: Die Freiwillige Feuerwehr Mühlheim und Stetten hat am Samstag den Ernstfall geprobt. Dabei kam vor allem schweres Gerät zum Einsatz.
Nach einem Verkehrsunfall ist der Fahrer in dem völlig deformierten Auto eingeklemmt. Er ist verletzt und muss schleunigst ins Krankenhaus. Doch zunächst müssen ihn die Einsatzkräfte aus dem Autowrack befreien. Einsätze wie dieser sind keine Seltenheit. Deshalb muss im Ernstfall jeder Handgriff sitzen.
Deshalb haben sich 20 Wehrleute aus Mühlheim intensiv mit der Rettung aus Unfallautos beschäftigt – in Theorie und Praxis. Dabei durften sie es im wahrsten Sinne krachen lassen. Dafür müssen an diesem Nachmittag drei schrottreife Kleinwagen herhalten. Nach einer kurzen Einführung von Instructor Bernd Fetzer von Weber Rescue Tec, einem Unternehmen, das das Rettungswerkzeug vertreibt, teilen sich die Kameraden in drei Gruppen und auf drei Stationen auf.
Die Mühlheimer bringen ihre Helme an, klappen das Visier herunter und greifen nach dem schweren Gerät. Zum Einsatz kommen neben der Rettungsschere auch der Spreizer und Rettungszylinder. Ihr Ziel: eine schonende Rettung.
Ein Opel liegt nach einem Unfall auf dem Dach. Jetzt heißt es, sich Zugang zum Patienten zu verschaffen – dabei zählt jede Minute. Sie spreizen das Blech und brechen die Tür auf. Zwei weitere Feuerwehrleute verschaffen sich mit schwerem Gerät weiteren Zugang ins Fahrzeuginnere. Die Kameraden verschaffen sich Platz zu den Füßen des Patienten, trennen mit einem Pedalschneider Gas, Bremse und Kupplung ab.
Eine ähnliche Situation trägt sich wenige Meter weiter zu. Dort steht ein Renault zwar auf den Rädern, die Arbeit macht dies dadurch aber nicht leichter. Hier gilt es, Vorder- und Hintertüre in einem Zug herauszunehmen, um einen großzügigen Zugang zum Fahrer und den Personen auf dem Hintersitz zu erlangen. „Von vorne ansetzen“, gibt Fetzer den Befehl zum richtigen Umgang mit dem Spreizer.
Ohnehin ist der richtige Handgriff und so manch andere Feinheit beim Aufbrechen des Autos wichtig. Die Säule zwischen den Türen trennen die Kameraden mit einer Rettungsschere ab. „Bewegt sich was?“, fragt der Instructor. Wenige Sekunden darauf rührt sich tatsächlich etwas. Dumpfe Schläge, leises und lautes Knacken und mehrere Befehle wechseln sich ab. Die Feuerwehrleute klappen beide Türen miteinander nach vorne weg – der Weg ins Fahrzeuginnere zum Patienten ist frei.
Tipps und Tricks für die Feuerwehr
„Mit der Mühlheimer Wehr müssen wir nicht bei null anfangen und können hoch einsteigen. Ich brauche ihnen nicht zu erklären, wie sie mit einer Schere oder einem Spreizer umzugehen haben. Vielmehr geht es um Optimierungen, Tipps und Tricks“, sagt Bernd Fetzer. Die Kameraden seien auch in der Theorie interessiert und mit guter Beteiligung dabei gewesen und hätten beispielsweise gelernt, was zu tun ist, wenn noch kein Rettungsdienst vor Ort ist und was es speziell bei Elektro- und Gasautos zu beachten gibt.
Ein dritter Wagen liegt auf der Seite und muss gegen Umkippen zunächst stabilisiert werden. Im zweiten Schritt klettern die Mühlheimer mit einer Leiter zur Fahrerseite nach oben. Die Fahrertür des blauen Wagens wird abgetrennt, ein Teil der Windschutzscheibe herausgeschnitten und schließlich auch das Dach abgetrennt und zur Seite geklappt. Fetzer unterbricht immer wieder die Aktionen, erklärt, gibt Hinweise und stellt der Wehr Fragen.
Patienten dürfen nicht verletzt werden
Eins war allerdings zu jeder Zeit klar: Drei unterschiedliche Ausgangssituationen, aber das gleiche Ziel: Den Patienten durch die Rettung keine weiteren Verletzungen zuzufügen und den Rettungskräften einen bestmöglichen Zugang zu ihnen zu verschaffen. Hochkonzentriert versuchte diese Aufgabe auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mühlheim, Armin Ulrich, zu meistern. „Die Fortbildung hat uns allen viel gebracht und obendrauf Spaß gemacht. Die Schulungen sind einfach wichtig, weil die Technik sehr schnelllebig ist, vor allem an den Autos. Was das betrifft sind wir für die nächsten drei Jahre gerüstet“, so das Fazit von Ulrich. Nach der siebenstündigen Fortbildung und beim Anblick der drei Fahrzeuge nach den Übungen ist deutlich: Die Autos sind reif für die Schrottpresse.

erschienen: schwaebische.de 10.06.2019
Neue Feuerwache: Übungsturm wird an Hauptgebäude angebaut
Hauptthema bei der gemeinsamen Sitzung von Gemeinderat Mühlheim und Ortschaftsrat Stetten im Barocksaal im Vorderen Schloss ist der geplante Neubau des Feuerwehrmagazins im Bereich der Mühlheimer Vorstadt gewesen. Ein ganz wichtiges Thema dabei war die Frage nach einem Übungsturm, seine Ausführung und die Ausführung im Rahmen eines zweiten Bauabschnittes.
Die umfangreiche Beratung dieses Tagesordnungspunktes nahm alleine über ein Drittel der gesamten Sitzungszeit ein. Architekt Rolf Weber vom Gosheimer Architekturbüro machte deutlich, dass eine Realisierung des Turmes in einem zweiten Bauabschnitt rund 25 000 Euro Mehrkosten verursachen würde (Die Gesamtkosten für den Neubau werden mit knapp vier Millionen Euro veranschlagt). Vor dem Hintergrund, dass der geplante Turm stets ein integraler Bestandteil des Gesamtkonzepts war und ist, lag die Überlegung der beiden Gremien nahe, den Übungsturm zusammen mit dem Magazin in einem Bauabschnitt zu verwirklichen. Bürgermeister Jörg Kaltenbach sagte dazu, dass aus rein wirtschaftlichen Betrachtungen heraus (sehr hohe Mehrkosten) eine Realisierung in einem zweiten Bauabschnitt nur sehr schwer zu rechtfertigen sei.
Turm für gesamte Region wichtig
Der stellvertretende Gesamtkommandant Jan Prior wies auf die Wichtigkeit eines solchen Turmes hin und zerstreute auch die Gedanken an einen Turm in abgespeckter Form, zum Beispiel statt einer Treppe nur eine Leiter im Innenbereich zu erstellen: „Wir brauchen zum Üben eine Treppe. Die ist wichtig.“ Der Turm sei nicht nur für die Mühlheimer Feuerwehr ein wünschenswertes Objekt, sondern ein Übungsturm sei auch für Wehren aus der ganzen Umgebung wichtig und interessant.
Einig war man sich während der Beratung, dass sich alle Beteiligten bei der Realisierung auf das Notwendigste beschränkt haben und dass auf manches Wünschenswerte verzichtet wurde. Von dieser Investition würden alle Bürger noch in Jahrzehnten profitieren. Am Ende einigten sich Ortschaftsrat und Gemeinderat einstimmig darauf, den Übungsturm im ersten Bauabschnitt zu bauen und ihn an das Hauptgebäude anzudocken. Der Bauantrag für das neue Feuerwehrmagazin wird in der Sitzung am 2. Juli beraten.
Im weiteren Verlauf der gemeinsamen Sitzung stimmte das Gremium, bei einer Enthaltung für das Projekt „Blühender Naturpark“, für den Erhalt der Artenvielfalt und die Aufwertung des Stadtbildes. Dazu sagte Bürgermeister Jörg Kaltenbach, bereits im Frühjahr haben zwölf der 56 Mitgliedsgemeinden des Naturparks Obere Donau erste Flächen eingesät. Weitere zwölf Gemeinden, darunter auch Mühlheim, sind für den Herbst zum Einsäen vorgesehen. Im Beisein von Stadtgärtner Bernhard Hagen wurden die ausgewählten Flächen für den Einstieg in die ökologische Umgestaltung der Grünanlagen vorgestellt. Die Projektleiterin beim Naturpark Obere Donau, Nele Feldmann, empfahl Mühlheim, nicht mit zu vielen und zu großen Flächen einzusteigen.
Der Gemeinderat nahm zudem die zentralen Inhalte und die Vergabeunterlagen für die Sanierung und Modernisierung der Realschule zur Kenntnis. Die europaweite Ausschreibung und Planungsleistungen seien enorm hoch, so Bürgermeister Jörg Kaltenbach. Für die Generalsanierung wird der Kostenaufwand mit rund 6,99 Millionen Euro gerechnet. Das Großprojekt soll bis zum Ende des Jahre 2022 umgesetzt sein.

erschienen: schwaebische.de 06.06.2019